Was ist "Lernen"?

Die Neurologie hat nachgewiesen, dass Intelligenz und Lernen immer mit der Bewegungsfähigkeit des Menschen zusammenhängen.

Durch Bewegung bildet sich das gesamte Netzwerk im Gehirn. Lernen ist somit immer ein Zusammenspiel von Bewegung und Erfahrung. Deshalb ist es einleuchtend, dass die unterschiedlichen Bewegungsabläufe, die ein Kind entwickelt, Folgen der Evolutionsstruktur unseres Gehirns sind.In der Entwicklung vom Zeitpunkt der Zeugung bis zum dritten, vierten Lebensjahr werden die Evolutionsstufen über die Bewegung und der fortschreitenden Entwicklung des Gehirns vollzogen.

Das heißt: Die Entwicklung vom Baby bis hin zum Kleinkind entspricht in ihren typischen Bewegungs- und Verhaltensmustern (Rollen, Robben, Krabbeln, Vierfüßler Gang bis hin zum vollständigen Aufrichten und der Sprachentwicklung) den aufeinander aufbauenden Entwicklungsstufen in der Evolution.

Was ist Lernen


Lernen ist ein „Sich-langsames-Aufrichten“



Es wird durch Bewegung und Erfahrung angetrieben.

Modelhaft verwenden wir in der Evolutionspädagogik sieben Bewegungsmuster, die jeder Mensch in seiner Entwicklung durchläuft. Sie entsprechen der evolutionären Entwicklung von „Fisch“ über „Amphibie“, „Reptil“, „Säugetier“, „Affe“, „Urmensch“ bis hin zum heutigen „Menschen“.

Zu jeder dieser Gehirnentwicklungsstufen gehört das entsprechende Bewegungs-, Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Kommunikationsmuster.

Wenn man diese Entwicklungsstufen und die damit verbundenen Bewegungsvorgänge-/muster und auf jeder Stufe ungestört durchlaufen kann, entfalten wir wie von selbst 7 Sicherheiten.
Durch die entsprechenden evolutionären Bewegungsvorgänge haben wir auf jeder dieser 7 Entwicklungsstufe verschiedene Bandbreiten und Fähigkeiten, zwischen denen wir wählen können. Steht uns diese Auswahl ausgeglichen zur Verfügung, sind wir im Gleichgewicht.

Wurden diese Vorgänge und Bewegungen jedoch gar nicht oder nicht ausreichend ausprobiert und integriert, kann es zu Blockaden und Auffälligkeiten kommen. Auch negative Erfahrungen, die auf einer Wahrnehmungsebene gemacht wurden, können Auslöser für eine Blockade sein.
Die gute Nachricht ist aber, die fehlenden Bewegungsmuster und emotionalen Kompetenzen, die zu den Gehirnentwicklungsstufen gehören, können mit einfachen Übungen auch zu einem späteren Zeitpunkt noch trainiert und integriert werden. Dadurch festigen sich die Stufen und Lernschwierigkeiten und Defizite können sich auflösen, Talente können sich zeigen und es entsteht ein Gleichgewicht.


Und hierbei hilft die Evolutionspädagogik!!!



Also ICH



Brigitte Rieger